Zwei Demonstrationen die uns alle angehen – #Mietenwahnsinn stoppen

Kommt in Massen!

Anwohner-Initiative Ernst-Thälmann-Park

 

 

 

 

 

 

 

Jeweils am Freitag, zunächst am 21.09.2018 vor dem Kanzleramt -bundesweite Protestkundgebung – und dann am Freitag drauf am 28.09.2018 – WBA Demo durch den Prenzlauer Berg

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Blogger droht Obdachlosigkeit – Spendenaufruf

Unglaublich!

Anwohner-Initiative Ernst-Thälmann-Park

Die Lage von Olaf Kampmann hat sich leider dramatisch verschärft! – Olaf sitzt seit dem 20. Februar 2018 in Haft – nun hat das Jobcenter seine Mietüberweisungen eingestellt – Hiergeht es zu den Details auf dem WBA Blog und dem Spendenaufruf! – Jeder Euro ist willkommen! – Danke!

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Es geht auch um Deine Wohnung, Genossin! – Demo am 14. April 2018

Wohnraum ist keine Ware! Schön wär’s, genau das Gegenteil ist mittlerweile weltweit der Fall. Die Entwicklung auf dem Berliner Wohnungsmarkt in den letzten 10 Jahren zeigt das auch mit brutaler Deutlichkeit. Nach der Bankenkrise 2008 fließen Jahr für Jahr enorme Kapitalbeträge in die Immobilienbranche. Die Bauwirtschaft und Privatinvestoren freut das; Immer mehr Mieter*innen dagegen gucken in die Röhre und führen seit Jahren einen verzweifelten Kampf gegen horrende Mietsteigerungen; Haus um Haus werden Menschen verdrängt, rausgeekelt, klein gemacht. Als Mieter hat mensch es dann verdammt schwer.
Auf Arbeit können sich Leute noch über Betriebsräte und auch in Gewerkschaften organisieren und solidarisch Widerstand leisten und eigene Forderungen einbringen – als Mieter bist Du im Zweifelsfall alleine und gehst weg. Zehntausende-Mal schon passiert in Berlin in den letzten Jahren.
Ermutigend sind natürlich die Kämpfe von vielen Hausgemeinschaften, die nicht so schnell aufgeben, wo sich Menschen über den Kampf um ihre Wohnungen, ihren Kiez, Ihre Läden, kennenlernen und solidarisch handeln. Das wird aber nicht reichen! Wir brauchen ein anderes Mietrecht, mehr Genossenschaften, mehr Mietshäusersyndikat-Häuser, … der Weg wird eher länger als kürzer sein – und am Ende des langen Weges steht ganz unbescheiden die Forderung, dass Land und Meer unseres Planeten Erde nicht im Besitz von Privatpersonen oder Firmen sein kann. Erbpacht für alle!

Bis dahin ist es aber noch ein kleines Stück, fangen wir jetzt mal mit einer geilen Demo an! Wir freuen uns auf die Demo am 14. April! Eine erste Übung in Solidarität mit den von Vertreibung betroffenen Menschen. Das Thema wird auf die Tagesordnung gesetzt und nicht mehr runter gelassen. (MS)

Alle Infos zur Mietenwahnsinn-Demo am 14. April 2018 hier: http://mietenwahnsinn.info/

P.S.: Hier im Ernst-Thälmann-Park  haben wir das relative Glück, bei einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft zu mieten, die uns in der Masse von mehr als 2500 potentiell äußerst renitenten Bewohnern bisher mehr oder weniger in Ruhe lässt – an kleineren Standorten hat diese Gesellschaft aber auch schon für viel Frust und Angst durch überzogene Modernisierungsmaßnahmen gesorgt. Nur eine enge politische Kontrolle der sechs städtischen Gesellschaften wird dafür sorgen, dass diese ihren sozialen Auftrag wirklich verinnerlichen und nicht nur mit den großen Privaten mitspielen wollen.

 

 

5 Jahre AI Thälmannpark – und ein geiles T-Shirt gab’s gratis dazu!

Am kommenden Freitag ist es  soweit, wir feiern 5 Jahre Anwohnerinitiative Thälmannpark! Als wir uns damals, am 07. Dezember 2012, in der alten Gaslaterne tief in die Augen geschaut und die Ini Kraft unserer Wassersuppe gegründet haben, war uns vielleicht nicht ganz klar, wohin die Reise gehen würde. Mittlerweile dämmert es uns wohl allen: Aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus 🙂 , wir sind keineswegs am Ende, sondern wie immer am Anfang; das Ding hat kein Verfallsdatum!

„Wie wollen wir hier leben?“  unser Motto, hat uns seitdem begleitet – und wird das auch weiterhin tun. Wir haben uns eingemischt – und auch was erreicht, wie unsere Chronik zeigt (manchmal ist es doch gut, die eine oder andere Heldentat aufzuschreiben 🙂 ) .

Anstrengend war es oft genug, sich ehrenamtlich, ohne substantielle Ressourcen, in die komplexen Themen rund um unser weitläufiges Zuhause (ein kleines Dorf) einzuarbeiten und sich einzumischen –  und dabei immer wieder mit dem NIMBY-Vorwurf konfrontiert zu werden, oft von Leuten, die das einfach irgendwo gelesen haben und es nachplappern; aber gemeinsam, mit vielen tollen Köpfen und unterschiedlichen Fähigkeiten von uns allen, haben wir diese fünf Jahre durchgehalten – Interne Konflikte gab es natürlich auch ein paar, die Vielfalt der Charaktere macht das fast unumgänglich – aber wir haben uns nicht gespalten 🙂 , das ist doch schon mal was. Das Feiern kam in den letzten Monaten viel zu kurz, jetzt wird es wirklich Zeit anständig zu feiern, uns Geschichten der letzten Jahre zu erzählen und auch auf den Putz zu hauen, bevor es nächstes Jahr weitergeht! … und die T-Shirts von Markus sind mega-geil! (MS)

Das halbierte Denkmal: Ernst-Thälmann-Park – Gastbeitrag

Das auf der Website der Anwohnerinitiative veröffentlichte Schreiben des Bezirksbürgermeisters vom 01.06.2017 veranlasste einen Bürger in einem Schreiben an den Bezirksbürgermeister auf einen wichtigen Sachverhalt aufmerksam zu machen. Der wesentliche Inhalt des Schreibens wird hier wiedergegeben:

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Das Lesen des Schreibens veranlasste dazu, darauf aufmerksam zu machen, dass ein wesentliches Defizit vorliegt, wenn historische Tatsachen, die für politisch Handelnde Grundlage im Entscheidungsprozess sein müssen, nicht adäquat geachtet werden.

Im vorletzten Satz des Schreibens brachte der Bürgermeister zum Ausdruck, dass er nicht nachvollziehen kann, weshalb die Erweiterung des Denkmalschutzes auf die gesamte Fläche des 1986 geschaffenen Thälmannparks beantragt werden soll, weil der Denkmalbereich bereits alle seit 1986 errichteten Wohngebäude der Siedlung Ernst-Thälmann-Park umfasst, einschließlich der Freiflächen, der Schwimmhalle und des Umspannwerks.

Genau darin liegt der Irrtum.

Es ist eine historische Tatsache, dass der Thälmannpark, der als ein Gesamt-Ensemble angelegt wurde, sich auf einer Gesamtfläche erstreckt, die von der Prenzlauer Allee bis zur Greifswalder Straße oder umgekehrt, reicht.

Der verwendete Begriff der „Siedlung“ ist zum einen fiktiv und impliziert zum anderen eine Einengung auf Wohngebäude, eine Schwimmhalle und ein Umspannwerk, was historisch nicht nur unbegründet, sondern falsch ist.

Das auf der benannten Gesamtfläche angelegte Ensemble beinhaltet die Bereiche des Wohnens, der Kultur, des Sports, der Bildung, der Schule, der Natur/Grünes, Einkaufen usw. Alles was heute gewünschte Merkmale eines urbanen Lebens sind.

Die markanten Bestandteile des Thälmannparks waren und sind komplex und umfänglich:

  • die Wohngebäude,
  • das Denkmal,
  • die umliegende Grünfläche mit Teich,
  • die Kultureinrichtungen an der Danziger Str. (ehemals Dimitroffstr.),
  • der Sportplatz,
  • die „Wabe“,
  • die Gaststätte „Rosengarten“,
  • die Schwimmhalle,
  • die „24. Oberschule im Ernst-Thälmann-Park“ mit ihrer Sporthalle und ihrem Sportplatz und ihrem Schulgarten,
  • dem westlich der Schule gelegenem Bolzplatz,
  • dem westlich der Schule gelegenem Spielplatz,
  • der gesamten Grünfläche westlich der Schule (auf der zuvor Gasometer standen) mit ihren Gestaltungselementen und dem
  • „Zeiss-Grossplanetarium – Ernst-Thälmann-Park Berlin“.

Die im Thälmannpark errichtete „24. Oberschule im Ernst-Thälmann-Park“ erhielt nach der deutschen Einheit eine Umbenennung in „Grundschule am Planetarium“.

Das Zeiss-Grossplanetarium an der Prenzlauer Allee trägt auch heute noch an seiner Fassade die Bezeichnung „Zeiss Grossplanetarium – Ernst-Thälmann-Park Berlin“.

Bisher wurde nur ein Teil des Thälmannparks als Denkmal statuiert. Man kann sagen, dass das nur die „halbe Wahrheit“ ist.

Was schlecht ist, muss nicht so bleiben. Was vor der Amtszeit des jetzigen Bezirksbürgermeisters angefangen wurde, kann jetzt besser gemacht werden.

Dass der Thälmannpark von seiner Projektierung bis zu seinem Bauabschluss im Jahre 1986 die Realisierung eines Gesamt-Ensembles ist, wie im Text zuvor umfänglich beschrieben, ist eine Tatsache, an der kein seriöser Akteur umhin kann.

Aus objektiver Sicht ist der Denkmal-Status für dieses Gesamt-Ensemble eine logische und konsequente Entsprechung der historischen Grundlage.

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben, den noch nicht unter Denkmal-Status stehenden Teil´des Ensembles, problemlos in diesen Status zu integrieren, da dieser genannte Bereich sich noch im Ursprungszustand befindet (das Schulgebäude ist lediglich modernisiert worden).

AN

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